DER GARTENTIPP DES MONATS März 2026
Der richtige Zeitpunkt für den Start in die Frühjahrssaison
Der März ist im Garten ein Monat voller Möglichkeiten. Bevor mit den ersten Arbeiten begonnen wird, lohnt sich ein genauer Blick auf die Wetterbedingungen. Denn der Start in die Saison hängt weniger vom Kalender ab als vom Zustand des Bodens. Erst wenn der Boden nicht gefroren ist, kann dieser gefahrlos bearbeiten oder für Aussaaten vorbereitet werden. Ein einfacher Test: Greifen Sie eine Handvoll Erde – lässt sie sich formen, ohne zu klumpen oder zu schmieren, ist der Boden bereit. Mehrere trockene Tage in Folge sind ideal, damit Erde nicht verdichtet wird, wenn Beete betreten werden. Außerdem sollte sichergestellt werden, dass kein starker Frost angekündigt ist, denn junge Keimlinge und frisch gesetzte Zwiebeln reagieren empfndlich auf Kälteeinbrüche. Besonders im März kann es schnell wieder winterlich werden.
Was im März gesät werden kann – drinnen und draußen
Sobald der März milder wird und der Boden endgültig frostfrei ist, beginnt die Zeit der ersten Freilandaussaaten. In gut vorbereiteten Beeten können robuste Kulturen wie Radieschen, Spinat, Möhren, Pastinaken, Dicke Bohnen sowie Pflück- und Schnittsalat direkt ins Freie gesät werden. Diese Pflanzen kommen mit kühleren Bodentemperaturen gut zurecht und nutzen die Frühlingsfeuchte optimal. Gleichzeitig startet unter Glas oder auf der Fensterbank die Saison der wärmeliebenden Pflanzen. Tomaten, Paprika, Chili und Sellerie brauchen eine lange Anzuchtzeit und profitieren jetzt besonders von einem warmen, hellen Standort. Auch Frühkohl wie Brokkoli, Weißkohl oder Kohlrabi lässt sich im Haus vorkultivieren. Gegen Monatsende – wenn es heller wird – können bereits Gurken und Zucchini folgen.
Woran Sie reifen Kompost sicher erkennen
Reifer Kompost ist eine wertvolle Grundlage für gesunde Pflanzen, doch oft ist nicht sofort klar, ob die Rotte bereits abgeschlossen ist. Ein zuverlässiges Zeichen ist die dunkelbraune bis schwarze Farbe sowie eine krümelige, erdähnliche Struktur. Die ursprünglichen Materialien sind kaum noch zu erkennen. Ebenso wichtig ist der Geruch: Fertiger Kompost duftet angenehm nach Waldboden. Scharfe, saure oder faulige Gerüche deuten dagegen auf eine unvollständige Zersetzung hin. Ein weiterer Hinweis ist die Temperatur. Ist der Kompost kalt, hat die Rottephase ihren Abschluss gefunden – ein noch warmer Kern zeigt dagegen an, dass Mikroorganismen weiterarbeiten. Auch die Aktivität von Kompost-Tieren verändert sich: In reifen Bereichen sind weniger Regenwürmer und größere Insekten anzutreffen, da diese in frischere Schichten wandern. Wer sicher gehen möchte, kann einen Siebtest machen: Fein zerfallener Kompost fällt durch ein grobmaschiges Sieb und ist bereit für Beete und Pflanzungen
Regenwürmer im Frühling
Die steigende Bodentemperatur sorgt dafür, dass die Regenwürmer aus der Winterstarre erwachen und aktiv werden. Um die unverzichtbaren Helfer nicht zu gefährden, ist eine schonenden Bodenlockerung empfehlenswert. Zudem sollte organisches Material und Mulch als Futter zur Verfügung stehen. Bei guten Lebensbedingungen, können je Quadratmeter Gartenboden mehrere Hundert Exemplare vorkommen! Am häufigsten trifft man im Garten den Gemeinen Regenwurm, auch Tauwurm genannt, sowie den Kompostwurm. Sie sind aber nur zwei von insgesamt 48 Arten, die in Deutschland heimisch sind.
DER GARTEN IM MÄRZ © Bundesverband der Kleingartenvereine Deutschlands e. V., Oktober 2025, Fotos: BKD, Text: S. Buron u. S. v. Rekowsk
Bauen im Kleingarten
» Bauen macht Spaß. Es locken Gewächshaus, Gerätekiste, Kinderspielhaus, aufblasbarer Swimmingpool oder Umbauten an der Laube. Fordert der Vereinsvorsitzendeden Rückbau solcher Maßnahmen, gibt es großes Zähne-knirschen, da Geld und Arbeit bereits investiert wurden. Warum achtet Ihr Vorstand so streng auf die Baulichkeiten? Dies ist kein Gängelei, sondern das Einhalten rechtlicher Vorschriften. Bauliche Vorschriften gibt es in Deutschland für alle Flächen. Ist ein Grundstück z. B. im Bebauungsplan für Einfamilienhausbebauung ausgewiesen, kann es nur mit Einfamilienhäusern und nicht mit Geschosswohnungen oder Gewerbeflächen bebaut werden.
» Ebenso gelten Bauvorschriften im Kleingarten. Kleingärten sind Grünflächen. Nach Bundeskleingartengesetz darf die Parzelle nur mit einer Laube bis 24 m2 umbauter Fläche bebaut werden. Für einige Lauben gibt es gesetzlichen Bestandsschutz. Dafür ergibt sich der Pachtzins nicht aus Angebot und Nachfrage — wer den höchsten Preis bezahlen kann, erhält einen Garten — sondern ist sozial verträglich an der Nutzungsart „Grünfläche“ festgesetzt.»
Kleingartenflächen sind gepachtetes Land. Der Verein als Zwischenpächter ist als Vertragspartner des Grundstückseigentümers (Stadt Saarlouis) verpflichtet, dafür zu sorgen, dass die baurechtlichen Vorschriften auf den Parzellen eingehalten werden.
» Bevor Sie umbauen, schauen Sie in Ihren Pachtvertrag, die Vereinssatzung, die Gartenordnung — oder besser noch — fragen Sie Ihre Vereinsvorsitzende. Das spart Frust, Ärger und unnötige Geldausgaben für Baulichkeiten, die später mit neuem Geldaufwand rückgebaut werden müssen.
Und vergessen sie eines nicht: Jedes schlechte Beispiel in der Anlage findet Nachahmer und führt zu Unfrieden im Verein.
Bundesverband Deutscher Gartenfreunde e.V. (BDG)
Hochbeete setzen sich in unserer Kleingartenanlage immer mehr durch. Sie bieten viele Vorteile.