DER GARTENTIPP DES MONATS JANUAR 2026

Beerensträucher richtig schneiden

Damit Ihre Stachel- und Johannisbeersträucher gleichmäßig und reichlich tragen, ist ein jährlicher Schnitt entscheidend. Entfernen Sie die ältesten Zweige, erkennbar an der dunklen Rinde, denn sie bringen zwar noch Früchte, aber kleinere Beeren und erschweren die Ernte. Belassen Sie nur so viele kräftige neue Bodentriebe, wie für den Ersatz nötig sind – so bleibt der Strauch vital. Altholz sollte höchstens vier Jahre alt sein und regelmäßig durch junge Triebe ersetzt werden. Da Strauchbeeren sehr frosthart sind und früh austreiben, schneiden Sie am besten zeitig im Jahr. Verwenden Sie eine scharfe Gartenschere, um glatte Schnitte zu erzielen, und achten Sie darauf, die Triebe nicht zu quetschen. Mit dieser Pflege sichern Sie große, aromatische Beeren und gesunde Sträucher über viele Jahre – für eine reiche Ernte und weniger Aufwand bei der Pflege.

 

Weihnachtsgrün clever nutzen

Nach den Feiertagen müssen Weihnachtsbaum und Adventsschmuck nicht sofort entsorgt werden. Nutzen Sie das Nadelreisig als praktischen Schutz für empfindliche Pflanzen. Rosen, Steingartenstauden und Kübelpflanzen auf Balkon oder Terrasse profitieren davon. Das Reisig bewahrt vor Kahlfrösten und schützt gleichzeitig vor zu starker Wintersonne. Deren Strahlung kann Gehölze in geschützten Ecken zu vorzeitigem Austrieb verleiten, der später erfriert. Legen Sie die Zweige locker über die Pflanzen, damit Luft zirkulieren kann und keine Fäulnis entsteht. Auch Wurzeln von Kübelpflanzen lassen sich so isolieren. Entfernen Sie vor dem Abdecken welke Blätter und prüfen Sie die Erde auf Feuchtigkeit, damit die Pflanzen nicht austrocknen. 

 

Frühe und späte Sorten im Gemüsebeet – für eine lange Erntezeit!

Wer clever plant, kombiniert frühe und späte Sorten. Frühe Sorten wie Radieschen, Salat oder Kohlrabi sind schnell erntereif und schaffen Platz für Nachkulturen. So bleibt das Beet durchgehend produktiv. Späte Sorten wie Grünkohl, Rosenkohl oder Lagerkarotten verlängern die Ernte bis in den Herbst und Winter. Der Vorteil: Sie nutzen die Fläche optimal und haben über Monate frisches Gemüse. Tipp: Planen Sie die Aussaat gestaffelt und achten Sie auf Fruchtfolgen, um Bodenmüdigkeit zu vermeiden. Ideal sind Kombinationen wie früher Kopfsalat gefolgt von Buschbohnen oder Radieschen vor Möhren. Auch Mangold und Spinat eignen sich für flexible Erntezeiten. Wer zusätzlich auf robuste Sorten setzt, kann sogar bis in den Winter hinein ernten. So wird Ihr Garten zum Ganzjahresbuffet – mit Vielfalt, Effizienz und Genuss für jede Saison!

 

Eichhörnchen im winterlichen Garten 

 In naturnah gestalteten Kleingartenanlagen finden Eichhörnchen Nahrung und Lebensraum. Jedes Eichhörnchen legt mehrere Kobel als Unterschlupf an, z.B. in Astgabeln, Baumhöhlen oder umfunktionierten Nistkästen. Bei winterlichen Baumfällarbeiten sollte man auf mögliche Bewohner achten. Gefahr droht außerdem durch Pestizide und Düngemittel wie Blaukorn, nicht abgedeckte Regentonnen und steile Teichufer. Eichhörnchen halten keinen Winterschlaf, sondern Winterruhe, d.h. sie sind auch im Winter regelmäßig für die Nahrungssuche aktiv. Wer Freude daran hat, die kleinen Nager zu füttern, sollte das richtige Futter wählen: Geeignet sind u.a. unverarbeitete Walnüsse, Haselnüsse, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Karotten- und Apfelstückchen. Nicht als Futter geeignet sind Mandeln, Erdnüsse, Brot und Speisereste. Zudem hilft es, Wasserstellen bereitzustellen.

 

DER GARTEN IMJ jANUAR © Bundesverband der Kleingartenvereine Deutschlands e. V., Oktober  2025, Fotos: BKD, Text: S. Buron u. S. v. Rekowsk

 

Gießkannenparade in einem Kleingarten

Bauen im Kleingarten

 

» Bauen macht Spaß. Es locken Gewächshaus, Gerätekiste, Kinderspielhaus, aufblasbarer Swimmingpool oder Umbauten an der Laube. Fordert der Vereinsvorsitzendeden Rückbau solcher Maßnahmen, gibt es großes Zähne-knirschen, da Geld und Arbeit bereits investiert wurden. Warum achtet Ihr Vorstand so streng auf die Baulichkeiten? Dies ist kein Gängelei, sondern das Einhalten rechtlicher Vorschriften. Bauliche Vorschriften gibt es in Deutschland für alle Flächen. Ist ein Grundstück z. B. im Bebauungsplan für Einfamilienhausbebauung ausgewiesen, kann es nur mit Einfamilienhäusern und nicht mit Geschosswohnungen oder Gewerbeflächen bebaut werden.

 

» Ebenso gelten Bauvorschriften im Kleingarten. Kleingärten sind Grünflächen. Nach Bundeskleingartengesetz darf die Parzelle nur mit einer Laube bis 24 m2 umbauter Fläche bebaut werden. Für einige Lauben gibt es gesetzlichen Bestandsschutz. Dafür ergibt sich der Pachtzins nicht aus Angebot und Nachfrage — wer den höchsten Preis bezahlen kann, erhält einen Garten — sondern ist sozial verträglich an der Nutzungsart „Grünfläche“ festgesetzt.»

 

Kleingartenflächen sind gepachtetes Land. Der Verein als Zwischenpächter ist als Vertragspartner des Grundstückseigentümers (Stadt Saarlouis) verpflichtet, dafür zu sorgen, dass die baurechtlichen Vorschriften auf den Parzellen eingehalten werden.

 

» Bevor Sie umbauen, schauen Sie in Ihren Pachtvertrag, die Vereinssatzung, die Gartenordnung — oder besser noch — fragen Sie Ihre Vereinsvorsitzende. Das spart Frust, Ärger und unnötige Geldausgaben für Baulichkeiten, die später mit neuem Geldaufwand rückgebaut werden müssen.

Und vergessen sie eines nicht: Jedes schlechte Beispiel in der Anlage findet Nachahmer und führt zu Unfrieden im Verein.

 

Bundesverband Deutscher Gartenfreunde e.V. (BDG)

Hochbeete setzen sich in unserer Kleingartenanlage immer mehr durch. Sie bieten viele Vorteile.