DER GARTENTIPP DES MONATS MAI 2026

Buschbohnen richtig aussäen – so gelingt es 

Buschbohnen sind ideal für den Gemüsegarten und lassen sich leicht direkt ins Beet aussäen. Wichtig ist der richtige Zeitpunkt: Säen Sie erst nach den Eisheiligen ab Mitte Mai, wenn der Boden mindestens 10 bis 12 °C warm ist, da Bohnen sehr käl teempfindlich sind. Wählen Sie einen sonnigen, geschützten Standort mit lockerem, humusreichem Boden. Die Samen werden etwa 2 bis 3 cm tief gelegt, mit 8 bis 10 cm Abstand, bei einem Reihenabstand von rund 40 cm. Nach der Aussaat die Erde leicht andrücken und vorsichtig angießen. Halten Sie den Boden gleichmäßig feucht und vermeiden Sie Staunässe. Regelmäßiges Hacken oder eine dünne Mulchschicht hält den Boden locker und fördert das Wachstum. Nach etwa acht Wochen können die ersten Bohnen geerntet werden – häufiges Pflücken steigert den Ertrag deutlich

 

Obstbäume und Beerengehölze im Mai richtig wässern

Im Wachstumsmonat Mai haben Obstgehölze einen besonders hohen Wasserbedarf. Bei trockener Witterung steht daher das Bewässern im Vordergrund. Das gilt vor allem für frisch gepflanzte Obstbäume sowie für Strauchbeeren, die flacher wur zeln. Eine gleichmäßige Bodenfeuchte unterstützt das sichere Anwachsen und kann später das übermäßige Abstoßen junger Früchte vermindern. Am wirksamsten ist das Gießen im Bereich der Kronentraufe, also am äußeren Kronenrand, da sich dort die meisten wasseraufnehmenden Feinwurzeln befinden. Wichtig ist dabei: lieber selte ner, dafür durchdringend wässern, als häufig nur oberflächlich. In trockenen Jahren kann eine ausreichende Wasserversorgung den Ertrag um bis zu 30 Prozent steigern. Regelmäßiges Hacken, Unkrautentfernung und Mulchen reduzieren die Verdunstung deutlich. Auch Rasen unter Obstbäumen entzieht Wasser und Nährstoffe und sollte möglichst durch eine offene Baumscheibe ersetzt oder zumindest sehr kurzgehalten werden

 

Hacken und Mulchen im Gemüsebeet – richtig gepflegt wächst es bessern

Regelmäßiges Hacken und Mulchen gehört zu den wichtigsten Pflegemaßnahmen im Gemüsebeet. Beim Hacken wird die Bodenoberfläche nur flach, etwa 2 bis 5 cm tief, gelockert. Dadurch wird die Verdunstung von Bodenwasser deutlich reduziert, und keimendes Unkraut frühzeitig entfernt, bevor es den Gemüsepflanzen Wasser und Nährstoffe entzieht. Wichtig ist, nicht tiefer zu hacken, da viele Gemüsearten flach wurzeln und ihre Feinwurzeln sonst beschädigt werden können. Direkt nach dem Hacken empfiehlt es sich, den Boden zu mulchen. Eine Schicht aus angetrocknetem Rasenschnitt, gehäckseltem Pflanzenmaterial oder Stroh hält die Feuchtigkeit im Boden, unterdrückt weiteren Unkrautwuchs und schützt die Bodenstruktur. 

 

Fledermäuse sind fleißige Nützlinge

Einige der 25 heimischen Fledermausarten kommen auch in Kleingärten vor z.B. die Zwergfledermaus, der Große Abendsegler oder das Braune Langohr. Sobald die Däm merung einsetzt, sieht man die geschickten Flugkünstler auf der Insektenjagd. Auf ihrem Speiseplan stehen auch Schädlinge und Lästlinge wie Apfelwickler und Stech mücken. Fledermäuse profitieren von allen Maßnahmen, die Insekten fördern. Eine vielfältige Bepflanzung mit Wildstauden, Sträuchern und Obstbäumen bietet Nah rung für Tag- und Nachtfalter, sowie deren Raupen. In einem Gartenteich mit flacher Uferzone und ohne Fischbesatz können sich Insektenlarven entwickeln. Unterschlupf f inden Fledermäuse in älteren (Obst-)bäumen, Totholzstapeln, Schuppen oder Fle dermauskästen, die jedoch mind. 3 m hoch aufgehängt werden müssen.

 

DER GARTEN IM MAI © Bundesverband der Kleingartenvereine Deutschlands e. V., Oktober  2025, Fotos: BKD, Text: S. Buron u. S. v. Rekowsk

 

Gießkannenparade in einem Kleingarten

Bauen im Kleingarten

 

» Bauen macht Spaß. Es locken Gewächshaus, Gerätekiste, Kinderspielhaus, aufblasbarer Swimmingpool oder Umbauten an der Laube. Fordert der Vereinsvorsitzendeden Rückbau solcher Maßnahmen, gibt es großes Zähne-knirschen, da Geld und Arbeit bereits investiert wurden. Warum achtet Ihr Vorstand so streng auf die Baulichkeiten? Dies ist kein Gängelei, sondern das Einhalten rechtlicher Vorschriften. Bauliche Vorschriften gibt es in Deutschland für alle Flächen. Ist ein Grundstück z. B. im Bebauungsplan für Einfamilienhausbebauung ausgewiesen, kann es nur mit Einfamilienhäusern und nicht mit Geschosswohnungen oder Gewerbeflächen bebaut werden.

 

» Ebenso gelten Bauvorschriften im Kleingarten. Kleingärten sind Grünflächen. Nach Bundeskleingartengesetz darf die Parzelle nur mit einer Laube bis 24 m2 umbauter Fläche bebaut werden. Für einige Lauben gibt es gesetzlichen Bestandsschutz. Dafür ergibt sich der Pachtzins nicht aus Angebot und Nachfrage — wer den höchsten Preis bezahlen kann, erhält einen Garten — sondern ist sozial verträglich an der Nutzungsart „Grünfläche“ festgesetzt.»

 

Kleingartenflächen sind gepachtetes Land. Der Verein als Zwischenpächter ist als Vertragspartner des Grundstückseigentümers (Stadt Saarlouis) verpflichtet, dafür zu sorgen, dass die baurechtlichen Vorschriften auf den Parzellen eingehalten werden.

 

» Bevor Sie umbauen, schauen Sie in Ihren Pachtvertrag, die Vereinssatzung, die Gartenordnung — oder besser noch — fragen Sie Ihre Vereinsvorsitzende. Das spart Frust, Ärger und unnötige Geldausgaben für Baulichkeiten, die später mit neuem Geldaufwand rückgebaut werden müssen.

Und vergessen sie eines nicht: Jedes schlechte Beispiel in der Anlage findet Nachahmer und führt zu Unfrieden im Verein.

 

Bundesverband Deutscher Gartenfreunde e.V. (BDG)

Hochbeete setzen sich in unserer Kleingartenanlage immer mehr durch. Sie bieten viele Vorteile.